jaja.. Love. And of course heart too.
Aber sind wir realistisch: Geduld übertrifft beim häkeln doch eh alles.
Ich zb lasse Anleitungen via youtube in Dauerschleife laufen. Nach den ersten 3 Durchläufen einer neuen Anleitung pfeffer ich Häkelnadel un Wolle ins Eck und bin tödlich beleidigt weil das Zeug nicht so will wie ich. Ich sage dann Dinge, die meistens mit einem „Aaaaaaaaaaarschl..“ oder einem „Drecksmist..“ beginnen. und meine Phantasie ist bei sowas eher grenzenlos.
(140 Zeichen würden bei Twitter nicht reichen!)
Bei dem Gedanken an misslungene Häkelstarts, haue ich gefühlt 2 Nuancen härter auf meine Tastatur ein, und ich knirsche mit den Zähnen. Obwohl ich jetzt gerade nur schreibe.
Es ist ärgerlich aufzuribbeln obwohl man schon 25 Reihen weiter ist. Und es ist ärgerlich wenn der Kopf eine UK Anleitung liest, meine Finger aber eine US Anleitung häkeln!
Es gibt Dinge, die sehen von mir selbstgehäkelt aus als wären Sie gerade einer niedersächsischen Müllkippe entsprungen.
Das fällt mir während des Häkelns,
(wenn ich das Stück in der Hand halte und nach jeder Reihe mit zur Seite geneigtem Kopf & Herzchen in den Augen angrinse, „ooh, mmmhmm, ja.. so soll das..“ murmle und es, jetzt ganz in Echt, auch mal streichle) natürlich nicht auf!
Ich tue oben genanntes und wenn ich fertig bin und die teure Zwilling Schere alle Fäden gekappt hat (die ein aufribbeln und fröhliches Fehlerausbügeln OHNE Knotenklumpen btw unmöglich machen!) starre ich es mit offenem Mund an und möchte es kaputtmachen.
Manchmal fehlt dann für einen Neuanfang der Antrieb, denn manchmal ist es mitten in der Nacht wenn ich auf irgendeinem Blog was tolles finde.
Aber eben nur manchmal.
Meistens ist es so das ich bis zur Erschöpfung häkel, bis spät in die Nacht, weil ich so „drin“ bin.
Es ist dann wie Stressabbauen. Weltherrschaft erhäkeln. Um jeden Preis.
Und dann, dann gibt es die Momente, da ist ein Tutorial Liebe auf den ersten Blick.
Man sieht was man selbst erschaffen könnte und guckt verliebt auf den Bildschirm. Seufzt. Klickt es wieder weg, weil, kann man ja eh nicht und dann googelt man doch nach der Wolle. Überlegt wieder, probiert sich an einem Probestück, es klappt. schöpft neuen Mut und gibt sich letztendlich den entscheidenden Ruck den Typen anzusprechen.. Äh, ich meine, den Wolldealer mit deiner Bestellung zu beglücken.
Sehnsüchtig erwartet man das Paket. Und dann wird es gebracht & ehrfürchtig geöffnet.
Was man sieht ist das:

(vertont wird es im Kopf mit „Freude schöner Götterfunken..“)
Und es ist so flauschig. Man möchte sich eingraben.
Aber man wahrt Contenance, denn Mann und Kind sind im Haus.
Man beginnt. Die fertigen Bilder im Kopf. Und nach dem ersten Abend ist ein Anfang gemacht:
1. Runde.
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Und weil sich das wunderkuschelflauschwauschwollzeug so superduper verarbeiten lässt sieht es bald schon so

aus.
Innerlich. Kirmes.
Äusserlich: Coolness. Nicht ausflippen. Kein Höhenflug.
Man muss nochmal so viele. Rechnet was man noch an Wolle hat, oder wo man schnellstens Nachschub herbekommt.
Für die Katastrophe muss man vorbereitet sein.
Es reicht wohl noch. (das iPhone wird einen später am Abend trotzdem erinnern das man UNBEDINGt !!! Wolle nachbestellen MUSS!)
Weil man weiss das jetzt der Endpurt kommt bleibt man dran..
Und hält bald diese hier in den Händen:

&

Und man grunzt vor Stolz. Legt schonmal mögliche Farbkombinationen auf dem Esstisch.
Dann, wenn man sich genug gefreut hat sieht man das da noch Fäden abhängen und denkt sich. vernähen.
(Man flucht.. (siehe oben!)
(Man tobt.)
Und dann, nimmt an sich dem Handmade Projekt wieder an..
In seinem Kopf, die olle Teenieband..
„Have a little.. Patience..“
Alles wird gut.










